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 weiche Kamelfüße, wie kleine Babyschuhe,
Eidechsen wieseln rasend schnell
malen mit Füßen und Schwänzen ihre Bahnen,
Käfer, kleine Vögel, Gräser und Tamarisken zeichnen Spuren,
die der Wind so leicht verweht,
werden, sein, gestalten
und verwehen - ich lerne leben.  Helle Sandschleier fegen über die Dünen
Augen, Mund und Nase voller Sand
kleine feine weiche Körner bedecken mich ganz und gar
und meine Lippen schmecken rau und salzig.
Sand ist mein Bett, meine Haut und meine Haare sind Sand,
Sand ist der Himmel und die Erde,
vergänglich, immer gleich und immer anders,
ich stolpere an endlos langen Tamariskenwurzeln entlang,
die sich festkrallen und den letzten Rest von Tau
aus dem heißen Boden saugen.  unendliche Weite,
Raum für jede von uns,
ein weiter Himmel
um die Seele fliegen zu lassen
und goldener Sand, der die Tränen hütet.
Männer, die unsere Schritte begleiten,
uns frei sein lassen
und unsere Träume nicht stören.
Leuchtender Sternenhimmel,
der uns eine Ahnung schenkt
vom Frieden der Unendlichkeit.
Im Mondlicht in die Seele tauchen,
sich neu entdecken, Kräfte spüren
und Ängste und am Feuer aufgehoben sein
im Singen und Tanzen das die Nacht erhellt.  lässt den Sand in kleinen roten Wolken
vor sich her laufen.
In der Ferne rollt er wie das Meer –
Dünentäler mit grünen Tamariskenspitzen
locken mich weiter.
Immer weiter, dem goldenen Sand folgend,
der mich in seine Wolken hüllt
und die endlose Weite immer neu entstehen lässt.
(Texte Susanna Brauer, Teilnehmerin Wüstentour Herbst 2007) |
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